Auf einen Blick: Die Ergebnisse des Kongresses als Broschüre

Mitbekommen, wie´s gelau­fen ist: Anfang Dezember 2012 ver­an­stal­tete die IG Metall den inter­na­tio­na­len Kongress „Kurswechsel – für ein gutes Leben“. Betriebsräte, Wissenschaftler, Politiker und Gewerkschafter aus aller Welt dis­ku­tier­ten über die Zukunft Deutschlands. Jetzt gibt es eine aus­führ­li­che Dokumentation über die Themen und Diskussionen.

Broschüre zum Kurswechselkongress in Berlin

Berliner Erklärung: Sichere Arbeit und ökologischer Wandel

Berthold Huber Abschlussreferat Kurswechselkongress

Foto: Christian von Polentz

"Wir wer­den die Politik daran mes­sen, ob sie den Kurswechsel in Wirtschaft und Gesellschaft mit Investitionsoffensiven, siche­ren Arbeitsbedingungen und ökolo­gi­schem Denken umsetzt", kün­digte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, heute in Berlin an.

Weltweite Megatrends bestim­men heute die Arbeits- und Lebenssituation der Menschen. Obwohl die Situation in Brasilien, Spanien, Nigeria, Pakistan und in Deutschland unter­schied­lich ist - die Probleme müs­sen gemein­sam ange­gan­gen und bewäl­tigt wer­den. Das geht nur mit einem grund­le­gen­den Politikwechsel, stellte Berthold Huber, der Erste Vorsitzende der IG Metall, am Freitag in Berlin fest. Dort ging der drei­tä­gige inter­na­tio­nale Kongress der IG Metall "Kurswechsel für ein Gutes Leben" zu Ende.

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Video von Luiz Inácio Lula da Silvas Rede auf dem Kurswechsel-Kongress

Luiz Inácio Lula da Silva, kurz Lula, beschrieb auf dem Kurswechselkongress, was ihn poli­tisch antreibt. Und der Ex-Präsident Brasiliens und Metallgewerkschafter erklärte warum es gerade aus latein­ame­ri­ka­ni­scher Sicht Sinn macht, für ein gutes Leben mit Beteiligung der Beschäftigten zu kämpfen.

Wege zu einem sozialen Europa

Foto: Christian von Polentz

Auf die Krise in Europa ken­nen die Regierungen nur eine Antwort: Die Kosten müs­sen run­ter. Unter dem Spardiktat der Troika kür­zen die Krisenländer Löhne und Sozialleistungen. Konservative Regierungen wie in Spanien nut­zen sie als Vorwand, um Arbeitnehmerrechte abzu­bauen. Gewerkschafter in ganz Europa alar­miert diese Entwicklung. Wie sie die Krise und ihre Bekämpfung beur­tei­len und was sich ändern muss, dis­ku­tier­ten sie beim Kurswechselkongress der IG Metall. Weiterlesen

Voices of Europe - Die verlorene Generation

Die Junge Generation ist das Opfer von Krise und Sparpolitik. In eini­gen euro­päi­schen Staaten liegt die Jugendarbeitslosigkeit bereits über 50 Prozent. Schon heute ist die Rede von einer ver­lo­re­nen Generation. Der Film "Voices of Europe" lässt Jugendliche aus sie­ben euro­päi­schen Ländern zu Wort kommen.

Quo vadis Normalarbeitsverhältnis? Für eine Neuordnung des Arbeitsmarktes

Detlef Wetzel. Foto: Christian von Polentz

Detlef Wetzel. Foto: Christian von Polentz

Das "klas­si­sche" Normalarbeitsverhältnis steht unter Druck. Prekäre und schlecht bezahlte Arbeit beschä­di­gen die Grundpfeiler der Arbeitsmarktordnung. Zeit für eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt. Wie die aus­se­hen kann und wel­chen Beitrag Gewerkschaften dazu leis­ten kön­nen, dar­über dis­ku­tier­ten die Teilnehmer des Kurswechsel-Kongresses im Forum „Zukunft der Arbeitsgesellschaft“.

Hat das Normalarbeitsverhältnis eine Zukunft? Mit die­ser Frage eröff­nete Gerhard Bosch das Forum. Der Arbeitsmarktexperte von der Universität Duisburg-Essen kommt zu dem Schluss, dass es ein gan­zes Bündel an Maßnahmen braucht, um den aus den Fugen gera­te­nen Arbeitsmarkt neu zu ordnen.

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Arbeit muss sich an den Menschen orientieren

Foto: Ch. von Polentz

Prekäre Beschäftigungen neh­men zu, die Anwesenheitskultur ver­fes­tigt sich, die Märkte üben nach unten mas­si­ven Druck aus - "gute Arbeit" wird zu einer Art Volkstraum. Zwar wird das Thema in den Medien heiß dis­ku­tiert, doch es ist mehr nötig, damit die Probleme des Individuums wie­der zählen.

Unter ande­rem der DGB hat Beschäftigte befragt, wie es aus ihrer Sicht um die Arbeitsqualität bestellt ist. Die Ergebnisse die­ser reprä­sen­ta­ti­ven Befragung zei­gen, dass den Menschen unter dem Druck der Märkte immer mehr abver­langt wird. Oft mehr als sie aus­hal­ten kön­nen. Parallel steigt die Unsicherheit durch pre­käre Beschäftigungsverhältnisse.

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Lebenschancen und Verteilungsgerechtigkeit

Foto: Christian von Polentz

Mehr als die Hälfte jun­ger ein­kom­mens­schwa­cher Menschen sehen keine Chance für einen sozia­len Aufstieg. Das hat im November 2012 das Allensbach-Institut her­aus­ge­fun­den. Hoffnung und Zuversicht signa­li­siert eine sol­che Aussage nicht. Dieses Umfrageergebnis zeigt hin­ge­gen, wie dra­ma­tisch schlecht junge Menschen ihre Zukunft ein­schät­zen. Das ist nur eine der Folgen der Einkommensentwicklung in Deutschland. Verteilungsgerechtigkeit und Lebenschancen waren ein Thema auf dem IG Metall-Kongress.

Die Schere zwi­schen Arm und Reich schließt sich wie­der, das mel­dete vor weni­gen Tagen das DIW. Doch diese posi­tive Meldung muss in Kürze wie­der rela­ti­viert wer­den. Denn tat­säch­lich sind die Unterschiede zwi­schen oben und unten, zwi­schen arm und reich im letz­ten Jahrzehnt grö­ßer geworden.

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